
Als nächstes Ziel hatten wir uns die für uns bisher unbekannte kroatische Insel Hvar ausgesucht. Erreichen kann man diese von Split aus mit der Fähre. Als Zwischenstopp wollten wir einen Campingplatz direkt an der Küstenstraße anfahren. Laut Google Maps gibt es davon entlang der Adria auch unzählige. Doch was wir vorgefunden hatten entsprach so gar nicht unseren Vorstellungen. Auto an Auto in der prallen Sonne eingequetscht auf einem schmalen Streifen zwischen Straße und Meer. Wir entschieden uns daher in eine kleine Bucht zu fahren. Doch schon auf dem Weg Richtung Meer wurden wir von einer Horde schleimiger Italiener empfangen, die uns buhlend um unsere Gunst auf ihre paar Quadratmeter Campingfläche locken wollten. Hungrig und müde gaben wir schließlich klein bei. „Besonders schöner schattiger Platz“ entpuppte sich als Vorgarten der Nachbarn, die uns (wie alle anderen Camper) grimmig begutachteten. Vom Senior Chef wurden wir dann noch mit „Nicht schon wieder Deutsche, können nicht mal Italiener kommen“ begrüßt. Der Wasserdruck in den Duschen war nicht vorhanden und dann fing es auch noch an zu regnen. Alles in allem ein sehr schöner Ausflug und wir waren mehr als erleichtert, als wir am nächsten Morgen wieder entspannt in unserem Bus entlang der Küste unterwegs waren 🙂
Umso positiver hat uns dann die Insel Hvar überrascht. Nach 2 stündiger Fährfahrt zeigte sich uns ein wunderschön grünes Fleckchen Erde. Wir fanden einen einfachen Campingplatz mit Blick aufs Meer und fühlten uns gleich so wohl, dass wir entschieden ein paar Tage zu bleiben. Auch klettertechnisch versprach die Insel lohnend zu sein. Besonders ein als „Mini-Thailand“ bezeichnetes Klettergebiet hatte unser Interesse geweckt. Wir machten uns also auf den Weg. Doch dann kam der Tunnel…

Warten vor der Fähre 
Blick von der Fähre auf Split 

Eindrücke von Hvar 




Man muss dazu sagen, dass die Straßen auf Hvar allgemein sehr schmal sind. Große Wohnmobile und Wohnwägen findet man hier so gut wie keine. Einige Straßen sind für diese auch gesperrt. Vor uns lag also nun ein 1,5 km langer Tunnel. Laut Beschilderung 2,70 m hoch und 2,30 m breit. Hmm. Laut Fahrzeugschein ist unser Auto 2,75 m. Aber laut Michi hat der TÜV-Prüfer großzügig gemessen. Wagen wir es also. Was sollen wir sagen, das waren vermutlich die bis dato schrecklichsten, längsten und am meisten Angstschweiß produzierenden Kilometer unseres Lebens 😀 . Inklusive Deckenkontakt der Antenne.
Einheimische gaben uns den Tipp, dass es eine 5 km lange Umfahrung des Tunnels gibt. 5 km auf steilen Schotterpisten direkt am Abgrund. Wir brauchten dafür 45 Minuten. Am nächsten Tag entschieden wir uns doch für ein anderes Klettergebiet 😉

Ab durch den Tunnel 
Tunel Pitve 
Umfahrung über die Berge 


„Mini-Thailand“ 
Deep Water Solo 
Wer mag kann sich auch Videos von unserem Abenteuer anschauen: Tunel Pitve und Umfahrung Tunel Pitve.
Insgesamt blieben wir 6 Nächte auf Hvar. Wir besuchten noch zwei andere Klettergebiete, genossen die Zeit in und am Meer und erkundeten die Insel.

Zustieg zum Klettergebiet Velika Stiniva 


Jelsa im Sonnenuntergang 
Endlich Fischplatte für Michi 
Parade beim Weinfest in Jelsa
Um zurück aufs Festland zu gelangen fuhren wir ganz in den Süden der Insel und von dort weiter mit der Fähre. Wir verbrachten eine Nacht in Dubrovnik und machten uns dann auf den Weg Richtung montenegrinische Grenze.

Blick auf Dubrovnik