
Das erste Mal mit dem Bus raus aus der EU! Ein bisschen gespannt waren wir ja schon aber nach dem Vorzeigen von Perso, Impfnachweis und grünem Versicherungsschein für das Auto wurden wir an der Grenze zu Montenegro ohne Worte durchgewunken.
Unser Weg führte uns weiter die Küstenstraße entlang und nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir die Bucht von Kotor. Wow, was für ein Anblick!
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Bei der Bucht von Kotor handelt es sich um eine fast 30 km lange Einschneidung, bei der das Meer vier Becken bildet. Die Straße verläuft direkt am Meer und die Bucht ist komplett von über 1.000 Meter hohen Bergen umzäunt.

Eingang zur Bucht von Kotor 

Fast ein bisschen wie am Gardasee 🙂 Zum ersten Mal auf unserer Reise buchten wir uns für 2 Nächte eine Ferienwohnung in der Nähe der Stadt Kotor – es war Zeit Wäsche zu waschen…
Unser Vermieter Marko empfing uns super herzlich und gab uns gleich diverse Tipps für Unternehmungen in der Umgebung und in Montenegro generell. Wir entschieden uns am nächsten Tag in den Lovćen Nationalpark zu fahren und das Wahrzeichen Montenegros, das Njegoš Mausoleum zu besuchen. Nach der Fahrt über die berühmte Serpentinenstraße und 461 Treppenstufen erwartete uns ein grandioser Ausblick über Montenegro.

Unsere Unterkunft 
und der Ausblick 
Serpentinenstraße zum Lovćen 



Njegoš Mausoleum 



Fun Facts zu Montenegro:
Montenegro verwendet als Zahlungsmittel den Euro ohne überhaupt Mitgliedsland der EU zu sein. Europäische Kommission und EZB äußerten zwar ihre Unzufriedenheit über diese einseitige Verwendung des Euro, sind bisher aber nicht dagegen vorgegangen.
In ganz Montenegro gibt es nur eine Brauerei: die Brauerei Trebjesa, in der das allseits beliebte Nikšićko pivo gebraut wird. Das Bier wird in Dosen, sowie in 0,33 l und 0,5 l Flaschen verkauft. Wir wollten natürlich die „großen“ Flaschen. Tja, als Touri keine Chance. 0,5 l Flaschen werden nur gegen Leergut verkauft. Wir versuchten es in diversen Supermärkten aber der Einstieg in den Bierkreislauf blieb uns leider überall verwehrt 😀
Da unsere Reise keinem größeren Plan folgt, warfen wir wie immer einen Blick auf Google Maps um zu entscheiden, wo unser nächstes Ziel sein soll. Weiter südlich kurz vor der albanischen Grenze stach uns ein Strandabschnitt mit wohlklingenden Namen wie Miami Beach, Safari Beach, Havana oder Kopakabana ins Auge. Das sollte es werden! Und tatsächlich hat uns eine komplett andere Seite Montenegros erwartet: ein Kilometer langer Sand(!)strand (bisher kannten wir nur Felsen und Kies) mit touristischen Attraktionen wie Strandliegen, Schaukeln, Eisständen, Strandverkäufern, Spielplätzen und Restaurants. Und das zu Hunderten aneinandergereiht! Der Strand erschien uns beinahe endlos. Zum Glück fanden wir am Tropicana Beach einen Campingplatz und Strandabschnitt jenseits des ganzen Troubles. Doch nicht nur beim Strand, sondern auch beim Klientel zeigten sich Kontraste und wachsende kulturelle Unterschiede. Wo sich in Kroatien noch vermehrt Frauen oben ohne am Strand zeigten, war der Burkini hier bereits ganz alltäglich.

Massentourismus am Safari Beach 



Restaurant am Strand 

Zufahrt zu unserem Campingplatz 
Unser Stellplatz 
und Strandabschnitt 
Kletter-Ersatz 

Paniert von Sonnenöl + Sand 