
Ja, es war naiv und unrealistisch aber irgendwie hatten wir trotzdem hinter der griechischen Grenze hübsche Dörfer mit weiß blauen Häusern erwartet. Die Realität sah natürlich anders aus. Es kam uns vor, als wären die Straßen und Häuser in einem noch schlechteren Zustand als in Albanien. Was aber ja auch klar ist, Griechenland ist eben abseits der touristischen Regionen doch ein eher armes Land.
Wir verbrachten zwei Nächte in einer traumhaften Bucht nicht weit hinter der Grenze. Da wir beide noch nie in Griechenland waren – und nicht planen noch weiter in den Süden zu fahren – interessierte uns dann doch auch das „touristische“ Griechenland. Wir setzten kurzerhand mit der Fähre von Igoumenitsa auf die Insel Korfu über.

Bucht bei Igoumenitsa 


Die ersten griechischen Straßenschilder 
Blick von der Fähre auf Korfu Stadt 
Korfu. Griechenlands grüne Insel. Schön auf jeden Fall. Für uns hatte die Insel jedoch nichts wirklich „Besonderes“, gerade im Vergleich zu den balearischen oder kroatischen Inseln.
Hier unsere Highlights:
Korfu Stadt
Korfu Stadt (griechisch Kerkyra) hat eine wirklich hübsche Altstadt, die mit ihren kleinen Gassen und den zahlreichen Cafés, Restaurants und Shops zum Bummeln und Verweilen einlädt. Geprägt ist das Stadtbild von der Alten und Neuen Venezianischen Festung, die die Altstadt von Osten bzw. Westen her begrenzen. Die Neue Venezianische Festung war am Tag unseres Besuchs leider geschlossen. Schade, da sich von dort ein tolles Panorama über die Altstadt bieten soll. Der italienische Einfluss zeigt sich sowohl bei der Architektur, als auch beim Essen in den Restaurants.

Alte Venezianische Festung 
Blick von der Festung auf die Altstadt 



Kein griechischer Tempel sondern die Kirche St. Georg 
In den Gassen von Kerkyra 




Ein Tisch 
zwei Blickwinkel 
Windmühle Anemomilos 
die auch als Stadtstrand beliebt ist 
Etwas andere Mülltonnen 
Typisch korfiotisch: Kumquats 
und Sofrito (Kalbfleisch in Weinsoße)
Rollertour über die Insel
Unser Roller, griechischer Standard: Tacho funktioniert nicht und steht auf 0, Tankanzeige funktioniert nicht (angeblich voll, wir tanken vorsichtshalber gleich am Anfang und komischerweise gehen fast 4 Liter rein), am Ständer bildet sich bei jedem Stopp eine Öllache und nach ein paar Stunden springt er nur noch nach mehrfachem Kickstart an 😀
Aber ein wirklich toller Tag! Die Fahrt mit dem Roller macht super viel Spaß. Und auch Chrissi sammelt ihre erste Erfahrungen als Rollerfahrerin – mit durchaus wackeligem Start beim Versuch loszufahren mit 70 kg Michael auf dem Rücksitz 🙂
Wir genießen es, im Vergleich zu unserem Bus so flexibel auf den kleinen Straßen unterwegs sein zu können und durch das geringe Tempo (viele Serpentinen, Roller geht max. ?? – geschätzt 60, da wie schon erwähnt Tacho kaputt – und Chrissi traut sich sowieso nur langsam zu fahren) viel von der Insel zu sehen. Wir machen Stopp bei der berühmten Zwillingsbucht Porto Timoni, einem der Wahrzeichen von Korfu. Zur Bucht führt ein schmaler und recht steiler Wanderweg mit schöner Aussicht. Die Bucht selber ist leider total überlaufen und wenig lohnend. Weiter geht es zum wirklich idyllischen Kloster Paleokastritsa. Vom nahe gelegenen Aussichtspunkt bietet sich ein herrliches Panorama.

Unser Gefährt 


Zwillingsbucht Porto Timoni 

Blick auf die Insel Nisída Krávi 
Bergdorf Afionas 
Griechisch orthodoxer Friedhof 
Kloster Paleokastritsa 
Chrissi bekommt angemessene Kleidung 

Blick auf das Kloster 
Panorama vom Aussichtspunkt
Wanderung auf den Pantokrator
Der Pantokrator ist mit Sage und Schreibe 906 Metern der höchste Berg Korfus.
Wir starten im Bergdorf Old Perithia, dem angeblich ältesten Dorf Korfus, und wandern circa 500 Höhenmeter auf den Gipfel. Entlang der Strecke bietet sich ein traumhafter Ausblick in alle Richtungen: auf das Dorf Perithia, bis nach Korfu Stadt und sogar auf das albanische Festland, das von dort nur circa 10-20 km Luftlinie entfernt ist.

Bergdorf Old Perithia 


Rastplatz auf halber Strecke 
Kloster auf dem Gipfel 
Ausblick bis Albanien 


Nach 6 Tagen auf Korfu ging es für uns auf leerer Fähre zurück aufs griechische Festland.

Waschtag am Campingplatz 
Fähre zurück nach Igoumenitsa 