
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland ging es für uns wieder zurück in unser kleines fahrbares Zuhause. Als erstes Ziel steuerten wir das Klettergebiet Buoux in Südfrankreich an. Kaum hatten wir uns am Campingplatz dort eingerichtet, ging jedoch schon der Regen los. Nachdem auch der Wetterbericht für die nächsten Tage alles andere als gut war, wurde es Zeit für die erste Planänderung 😉 Wir entschlossen also kurzfristig, Frankreich erstmal hinter uns zu lassen und der Wärme entgegen direkt weiter nach Spanien zu fahren.



In Spanien stand als erstes Sightseeing in Barcelona an. Wir suchten uns – wie eigentlich immer bei Städtetrips – einen Stadtcampingplatz mit guter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, um uns das Verkehrchaos und die Parkplatzsuche in der Innenstadt zu ersparen. Diesmal sogar mit direkter Strandlage.
In Barcelona machten wir uns auf die Spuren Gaudís, besuchten die Casa Milà und warfen einen Blick auf die Sagrada Família und die Casa Batlló. Bei Eintrittsgeldern von zusammen 70€ pro Person, sparten wir uns bei den letzten beiden eine Besichtigung von innen. Lieber schlenderten wir über Las Ramblas, die über einen Kilometer lange Promenade im Stadtzentrum, genossen den Charme der Stadt und das spanische Flair und ließen uns natürlich auch Tapas und Sangria schmecken 🙂












Als Kontrast zur Großstadt, ging es für uns danach weiter ins ziemliche Nirgendwo: das Klettergebiet Margalef in ca. zwei Stunden Entfernung im Landesinneren. Der Ort Margalef selbst hat zwar nur etwa 100 Einwohner, jährlich strömen jedoch Tausende von Kletterern in die Region, um das weltweit bekannte Sportklettergebiet mit einigen der bekanntesten und schwersten Routen der Welt zu besuchen. Mit zwei Campingplätzen, Ferienunterkünften und einem top auf die Bedürfnisse der Kletterer ausgestattetem Tante Emma Laden, hat sich der Ort ganz an diese Form von Tourismus angepasst. Aufgrund der hohen Temperaturen um die 30 Grad herrscht aktuell Nebensaison und es befinden sich nur wenige andere Kletterer vor Ort. An den Schattensektoren lässt es sich jedoch noch sehr gut aushalten. Voll wird es lediglich am Wochenende, wenn es auch die einheimischen Spanier nach Margalef zieht.
Die Art der Kletterei ist ganz ähnlich zum Frankenjura: die Routen sind eher kurz und kräftig und geprägt von unzähligen Fingerlöchern unterschiedlicher Größe. Vielleicht gefällt es uns auch deshalb so gut hier 🙂












An Kletter-Pausetagen bietet es sich zum Beispiel an, tanken zu fahren oder die Essensvorräte wieder aufzufüllen – der nächste größere Supermarkt ist etwa eine Stunde entfernt. Was den weiteren Vorteil hat, dass sich auf der Fahrt auch die Batterie zur Stromversorgung unseres Wohnmobils wieder aufladen kann. Strom gibt es am Campingplatz nämlich keinen.
Wir nutzten ein solches Pause-Wochenende und fuhren 1 1/2 Stunden in die Weltkulturerbestadt Tarragona ans Meer. Die von einer Mauer umgebene mittelalterliche Altstadt lädt zum Spazieren durch enge Gassen ein. Auch Gebäudereste des Amphitheaters und des Forums aus der Zeit der römischen Kolonie Tarraco sind gut erhalten. Gleichzeitig bietet die 140.000 Einwohner große Stadt aber natürlich auch alle urbanen Annehmlichkeiten wie ein riesiges Shopping Center und zahlreiche Bars und Restaurants.






Nachdem sich nach der längeren Pause unsere Körper (speziell Hände/Haut und Füße) langsam wieder ans Klettern gewöhnen und wir uns richtig wohl fühlen, werden wir erstmal noch eine Weile hier bleiben. Weiter soll die Reise dann entlang der südspanischen Küste gehen. Aber wer weiß schon, wo wir am Ende tatsächlich landen 😉