Südafrika – Kruger Nationalpark

Und dann wurden aus den geplanten 7 Tagen im Klettergebiet bei Waterval Boven doch wieder 10 😉 Lag zum einen daran, dass sich Chrissis Erkältung doch noch etwas länger zog und wir mehr Pausetage einlegen mussten als geplant, zum anderen aber auch daran, dass das Klettergebiet einfach so riesig ist und wir unbedingt noch mehrere der Sektoren anschauen wollten. Eines unserer Highlights war dabei The last crag of the century, zu dessen Einstiegen man sich erstmal mit ganzem Gepäck abseilen musste. Der Sektor bietet einen tollen Blick auf den Wasserfall, von dem auch der Name des Ortes abgeleitet wurde. Auch außergewöhnlich war der Restaurant crag unterhalb des Elandskrans Resorts, das mittlerweile lehrstehend und zu einem wahren Lost Place verkommen ist. An unserem vorerst letzten Klettertag wartete dann am Sektor Superbowl noch ein Highlight der anderen Art auf uns. Es ist zu dieser Jahreszeit (in Südafrika aktuell Ende Frühling/Anfang Sommer) üblich, dass am späten Nachmittag bzw. Abend Gewitter einsetzen. Bisher war das immer erst der Fall, nachdem wir schon wieder in unserer Unterkunft angekommen waren. Nicht jedoch am letzten Tag. Plötzlich auftretender Wind kündigte den Wetterumschwung schon an, innerhalb kurzer Zeit wurde es um uns herum stockfinster, 10 Grad kälter und dann ließen Blitz und Donner auch nicht mehr lange auf sich warten. Geschützt unter den überhängenden Felsen hatten wir einen guten Beobachtungspunkt und wurden nach einer Stunde Warten sogar mit einem spektakulären Regenbogen belohnt. 

Und dann war es soweit: am Sonntag fuhren wir weiter in Richtung Kruger Nationalpark. Wir mieteten uns ein kleines Hüttchen in einem der Camps im Park und machten uns für drei Tage auf die Suche nach den berühmten Big Five. Dafür düsten wir mit unserem Renault Kwid – mit ca. 30 km/h – Stunden über Stunden Ausschau haltend durch den fast 20.000 km² großen Park. Für Chrissi waren einige davon zugleich auch noch Fahrstunden im Linksverkehr und auf Dirt Roads. Und was sollen wir sagen, es war einfach nur beeindruckend! So viele verschiedene Tiere aus unmittelbarer Nähe beobachten zu können, war wirklich faszinierend. Dazu kam, dass zu dieser Jahreszeit auch noch alle Arten Junge hatten – so schön! Am Dienstag meldeten wir uns für einen sogenannten Sunrise Drive an, also eine organisierte Fahrt im Safari-Fahrzeug zu Sonnenaufgang. Abfahrt um 4 Uhr! Wir hatten dabei noch die Ehre, als Light Force mit einem Strahler ausgestattet die Umgebung nach Tieren auszuleuchten. Bereits nach halber Strecke endete die Fahrt für unser Fahrzeug jedoch mit einem Platten abrupt. Um Hilfe zu holen musste sich unser Guide erst von einem anderen Fahrzeug zu einer Stelle mit Handyempfang fahren lassen. Nach einiger Zeit brachte ein Kollege dann ein neues Fahrzeug und wir konnten damit unsere Fahrt fortsetzen. Das alte Fahrzeug wurde einfach alleine an Ort und Stelle zurückgelassen 😀 

Von den Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) fehlten uns am Ende leider Nashorn und Leopard, aber dennoch war die Zeit im Kruger ein riesen Erlebnis und definitiv eine Reise wert! 

Für uns geht es jetzt wieder zurück nach Waterval Boven – wir haben einfach immer noch nicht genug von der Kletterei dort! Nächste Woche machen wir uns dann langsam auf zu dem über 1.600 km langen Roadtrip nach Kapstadt. See you down the road 😉

2 Kommentare zu „Südafrika – Kruger Nationalpark

  1. Beneidenswert schöne Landschaft und die Tiere in ihrer freien Wildbahn zu sehen ist bestimmt ein super Erlebnis. Danke für die Reisedoku.
    Viele liebe Grüße aus Eltmann 😘

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  2. Wunderschön die wilden Tiere… wirklich ein Erlebnis… danke für die schönen Bilder.. wir wünschen euch weiterhin eine gute Reise nach Kapstadt…
    Viele liebe Grüße aus Regenstauf Roswitha und Willi

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