
Für die ersten drei Tage in Sri Lanka buchten wir uns ein Hotel in der Hauptstadt Colombo. Es erwarteten uns 90% Luftfeuchte, Hektik, Lärm, Verkehr und Smog. In der ganzen Stadt herrscht ein wildes Durcheinander, an das wir uns nach der Ruhe und Weite in Südafrika erstmal gewöhnen mussten. Wir verbrachten die Tage damit, die Stadt zu erkunden und die neue Kultur und Eindrücke auf uns wirken zu lassen.
Wir schlenderten entlang des Galle Face Green, einer Flaniermeile für Jung und Alt, ließen uns treiben durch die belebten Straßen des Stadtteils Pettah, besuchten den berühmten Gangaramaya Tempel und probierten die ersten sri-lankischen Speisen.












Ein Fahrer brachte uns anschließend in das 180 Kilometer entfernte Sigiriya. Für diese Fahrt brauchten wir 4 Stunden. Ohne Pause. Und auch nicht, weil unser Fahrer langsam fuhr, ganz im Gegenteil. Die mit wildem Hupen angekündigten Überholmanöver bei Gegenverkehr brachten Chrissi ganz schön an ihre Grenzen.
Sigiriya selbst erwies sich als krasser Kontrast zu Colombo. Es handelt sich dabei um eine Häusersiedlung mitten im Dschungel. Wir wohnten in einem sogenannten Homestay, also einer Privatunterkunft, in der von der Gastfamilie auch Frühstück und Abendessen (meist das Nationalgericht Rice and Curry, eine Kombination aus mehreren verschiedenen Curries mit und ohne Fleisch) für einen gekocht wird. Eine tolle Möglichkeit, nicht nur mehr über das Leben der Einheimischen zu erfahren, sondern auch die authentische sri-lankische Küche kennenzulernen!



Die Felsfestung von Sigiriya, der Lion’s Rock, zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Auf den schmalen Metalltreppen, die zum Gipfelplateau empor führen, bildet sich nicht selten ein wahrer Touristenstau. Nicht so bei uns. Da wir aktuell noch zu den ersten Touristen seit fast zwei Jahren zählen, können wir die Sehenswürdigkeiten nahezu alleine und in aller Ruhe erkunden.






Wir bestiegen nicht nur den Lion’s Rock, sondern auch den Nachbarfelsen Pidurangala, von dem sich ein tolles Panorama auf Sigiriya, den Dschungel und die umliegenden Reisfelder bietet.



Weiter ging die Reise durch Sri Lanka im Safari Jeep unseres Gastvaters. Einen ersten Zwischenstopp machten wir beim Höhlentempel in Dambulla.






Endstation der Fahrt war Kandy. Im dortigen Tempel Sri Dalada Maligawa befindet sich eine Reliquie des linken Eckzahns des historischen Buddhas Siddharta Gautama. Dieser wird dreimal am Tag den Gläubigen zur Anbetung präsentiert. Wir wohnten einer solchen Zeremonie bei und waren doch ganz schön erstaunt über das ausbrechende Chaos und Gedränge durch die unaufhörlichen Menschenströme, die einen Blick auf das Gefäß mit dem Zahn erhaschen wollten.






Für die nächste Etappe wechselten wir erneut das Verkehrsmittel und fuhren die berühmte Zugstrecke von Kandy nach Ella. Die 7-stündige Zugfahrt (Höchstgeschwindigkeit 30 km/h) verläuft auf bis zu 2.000 Metern Höhe und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Teeplantagen und das Hochland. Im Zug ist es üblich, in den offenen Türen zu stehen. Ein beliebtes Fotomotiv, weshalb diese natürlich auch dauerhaft belegt waren 😉






In Ella werden wir nun erstmal ein paar Tage bleiben, bis es für uns langsam weiter in Richtung Süden geht.
Sri Lanka war bisher sehr fremd für uns, ihr habt uns das Land schon näher gebracht, danke, und morgen trinken wir wieder Tee von dort 😉 Grüße aus Hagenau. Willi und Roswitha
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