Spanien/Portugal – Von Katalonien an die Algarve

Nach insgesamt drei Wochen Klettern in Margalef war es dann doch langsam an der Zeit weiter zu ziehen. Das Ende der Klettersaison machte sich nun immer deutlicher bemerkbar. Der dreimal die Woche geöffnete Food Truck schloss seine Türen für die Sommerpause und sowohl am Campingplatz, als auch am Fels waren wir immer öfter komplett alleine. Wir nutzten die Zeit, um klettertechnisch wieder fit zu werden und verbrachten entspannte Pausetage beim Baden im Fluss und Ausflügen in die Umgebung. Auch kulinarisch kamen wir nicht zu kurz. In der ortsansässigen Bar Café Vernet mussten wir zwar mit Händen und Füßen bestellen (das Englisch der älteren Chefin war noch schlechter als unsere rudimentären Spanischkenntnisse 😉 ), wurden dafür von der Auswahl auf den Tellern und dem Geschmack aber sowas von positiv überrascht! Selbst vegetarisch blieben keine Wünsche offen.

Zurück in der Zivilisation führte uns unsere Reise weiter Richtung Süden. Einen ersten Stopp machten wir in Alicante, einer Hafenstadt an der Costa Blanca im Südosten Spaniens. Nach dem eher einfachen und ruhigen Stellplatz der letzten Wochen (8 Euro pro Nacht) entschieden wir uns als Kontrastprogramm mit La Marina Resort & Camping für eine sehr touristische Anlage inklusive Wachmaschine (dringend nötig!), privatem Bad und Küche am Stellplatz, Supermarkt, Restaurants und Aqua- und Rutschenpark – letzterer speziell für Michael das ganz große Highlight 😀

Alicante selbst gilt als eine der schönsten Städte entlang der Costa Blanca. Und auch wir waren begeistert von der Schönheit der Altstadt Barrio de la Santa Cruz mit ihren engen Gassen und bunten Häusern. Direkt an den Hafen grenzt der Stadtstrand Playa del Postiguet, von dem ein Aufzug(!) über 150 Höhenmeter direkt zum mittelalterlichen Castillo de Santa Bárbara führt. Oben angekommen bietet sich von der Festung ein eindrucksvoller Blick über die Mittelmeerküste. Als weiteres Highlight gilt die Explanada de España, eine Promenade, deren Boden mit über 6 Millionen dreifarbigen Marmorsteinchen verziert ist. Und wer sich schon immer mal wie Alice im Wunderland fühlen wollte, ist auf der Carrer dels Bolets (deutsch Pilzstraße) genau richtig.

Nach weiteren 700 Kilometern Fahrt erreichten wir die Landesgrenze zu Land Nummer 14 auf unserer Reise: Portugal. Und damit auch dem Heimatland unserer Küchenfliesen im Bus – es wurde also höchste Zeit für einen Besuch! 😀

Als erstes zog es uns an die Algarve mit ihren berühmten Felsformationen. Wir machten Halt im Küstenort Lagos. Am Stadtcampingplatz begegneten uns dann direkt auch zahlreiche Aussteiger und Hängengebliebene, Armbandverkäufer und interessante Gestalten, die uns ihre alternativen Ansichten kundtaten. Ja, so in etwa hatten wir uns das vorgestellt 😉 Lagos selbst bezaubert mit seinen kleinen Gassen und kunstvollen Häuserfassaden. Holzstege entlang der Küste führen an den zahlreichen Felsformationen vorbei. Ein wirklich beeindruckender Anblick! Kleine Sandbuchten laden zum Baden ein – es sei denn, man traut sich wie Michi nicht in das kalte Atlantikwasser 😉

2 Kommentare zu „Spanien/Portugal – Von Katalonien an die Algarve

  1. Sehr schön, waren in 2015 in Lagos, Eva war 1/2 Jahr im Winter dort, hat viel gefroren und gern heimgekommen :-), wir grüßen euch vom Ostseestrand (siehe Status). Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und gute Fahrten. Willi und Roswitha

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    1. Zu kalt war es bei uns nicht 😉 Eine wirklich beeindruckende und traumhafte Gegend dort. Schöne Zeit euch an der Ostsee und viele Grüße aus Spanien, wo wir uns mittlerweile wieder befinden.

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