Vom kleinsten Land in die höchstgelegene Stadt unserer Reise

Ein Zwergstaat in den Pyrenäen, in dem es keine Autobahn gibt, die Währung der Euro ist, obwohl es nicht Teil der Europäischen Union ist, die Landessprache Katalanisch ist und der als Steueroase und Paradies für zollfreies Einkaufen bekannt ist: die Rede ist von Andorra.

Ganz spontan entschieden wir uns für einen Abstecher in das uns bis dato unbekannte Fürstentum. Wir steuerten die Stadt Andorra la Vella an, die gerade einmal 10 Kilometer hinter der Grenze zu Spanien liegt und bei der es sich mit ihren knapp 24.000 Einwohnern auch gleich um die Hauptstadt Andorras handelt.

Hier nochmal ein kleiner Überblick über die von uns im Juni besuchten Orte 😉

Andorra la Vella selbst liegt auf 1.011 Höhenmetern idyllisch umschlossen von den Bergketten der Pyrenäen. Überproportional für die Einwohner ist in jedem Fall die Fußgängerzone Avenida Meritxell, die von unzähligen Geschäften gesäumt ist und eher an die einer Großstadt erinnert. Mit den bekannten Duty Free Läden, in denen primär Alkohol, Zigaretten und Parfum angeboten werden, kann man durchaus auch das Gefühl bekommen, sich in einem Flughafen zu befinden.

Aber auch Wanderer und Mountainbiker kommen aufgrund der geografischen Lage voll auf ihre Kosten. Wir entschieden uns für eine Bergtour zum auf 2.234 Metern gelegenem Refugio de Prat Primer, einer in Stein gebauten Schutzhütte, in der sogar Übernachten möglich ist. Bei knapp 1.000 Metern Höhenunterschied war es gut, dass wir in den letzten Wochen unsere Beine bereits etwas trainiert hatten.

Weiter sollte unsere Reise eigentlich in Richtung Frankreich gehen, doch da Michis Geburtstag anstand, überraschte Chrissi ihn mit einer kleinen Routenänderung: wir gönnten uns ein paar letzte Tage am Meer an der spanischen Costa Brava. Als besonderes Geburtstagshighlight besuchten wir den Wasserpark Aqua Brava, in dem sich neben zahlreichen Rutschen und Erlebnisbecken sogar auch eine Kletterwand befindet.

Schließlich hieß es aber endgültig Abschied von Spanien zu nehmen. Ein Land, in das wir uns in den letzten Monaten richtig verliebt hatten. Nicht nur die traumhaften Strände, sondern auch die historischen (Alt-)Städte, die beeindruckende Natur, die tollen Klettergebiete, sowie die Herzlichkeit und Leichtigkeit der Menschen haben uns wirklich fasziniert.

Als nächsten Land stand nun Frankreich auf unserem Programm. Wir entschieden uns für die Umgebung um Briançon im Département Hautes-Alpes nahe der italienischen Grenze. Die Kleinstadt Briançon selbst ist mit ihrer Lage in 1.326 m Höhe die höchstgelegene Stadt in Frankreich und besticht insbesondere durch ihre malerische Altstadt, die vom Schloss überragt und von mehreren Festungsanlagen umschlossen wird. Besonders bekannt ist der kleine Ort unter Radsportlern und als Startpunkt der Königsetappe der Tour de France nach Alpe d’Huez. Per Zufall fand diese auch genau zu dem Zeitpunkt statt, als auch wir vor Ort waren.

Wahrscheinlich kommt es nicht überraschend, dass auch diesmal die Ortswahl geprägt war durch die sich dort befindenden Klettermöglichkeiten. In Briançon und den umliegenden Gemeinden allein befinden sich elf verschiedene Klettergebiete mit zahlreichen Sektoren und Routen. Von Sportkletterrouten über Mehrseillängen, bis hin zu klassischen alpinen Wegen ist für jeden Geschmack das Passende zu finden. Abwechslung ist zudem auch bei der Gesteinsart geboten: diese variiert zwischen Konglomerat, Gneis, Granit, Quarzit und Kalk.

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